Kieferorthopädie

Zähne können in nahezu jede gewünschte Lage gedreht, gezogen und gekippt werden. Möglich machen dies die „Sharpey Fasern“ – vergleichbar mit Stossdämpfern, welche den Zahn beweglich im Kiefer „aufhängen“.

Wird auf diese Fasern via Zahnspange Druck bzw. Zug ausgelöst, reagiert der Kieferknochen (bzw. spezielle Zellen) mit Rückbildung des Kiefers bzw. Knochenbildung.

Von Bedeutung ist nicht die Stärke der wirkenden Kraft (zu starke Kräfte können gar zu Schädigungen der Zahnwurzel führen), sondern die Dauer. Festsitzende Spangen üben rund um die Uhr Druck auf die Zähne aus; Nachtspangen erfordern allerdings die geduldige Mitarbeit der Patienten, welche die Spangen zuverlässig und regelmässig einsetzen um ein einwandfreies Resultat zu erzielen.

Fehlstellungen

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Behandlungszeitpunkt

Behandlung im Kindesalter


Eine kieferorthopädische Behandlung erfolgt bereits im Kindesalter, wenn sich die Fehlstellung sonst deutlich verschlimmern würde, eine Wachstumshemmung befürchtet werden muss oder die Verletzungsgefahr für Frontzähne und Lippen stark erhöht ist. So werden seitliche und frontale Kreuzbisse, extreme Unterkieferrücklagen und Unterkiefervorlagen möglichst früh, jedoch selten vor dem vierten Lebensjahr therapiert. Als kieferorthopädische Prophylaxe gehört das Abgewöhnen von Lutschgewohnheiten, Lippeneinlagerung, Zungenfehlhaltung, Mundatmung und anomalen Schlucken genauso zum Frühbehandlungskonzept, wie das Eingliedern von Lückenhaltern nach Zahnverlust z.B. durch Karies.

Behandlung im jugendlichen Alter

Die Therapie von Zahn- und Kieferfehlstellungen erfolgt in der Regel im Alter von 9 bis 12 Jahren. Dabei werden das Wachstum, die Zahndurchbruchskräfte und die altersbedingte grosse Anpassungsfähigkeit der Kiefergelenke optimal genutzt. Kleinere Zahnfehlstellungen sowie Kieferanomalien werden mit herausnehmbaren Geräten, z.B. Dehnplatten, Aktivatoren, Headgear behandelt. Grössere Zahnfehlstellungen werden nach Durchbruch der meisten bleibenden Zähne mit einer festsitzenden Apparatur (Multiband, Brackets ["Töggeli"]) behandelt.

Behandlung im Erwachsenenalter

Die Erwachsenenbehandlung erfolgt meist mit einer festsitzenden Apparatur (Mulitband) und kann bei ästhetischen Korrekturen der Frontzahnstellung, vor einer prothetischen Versorgung mit Kronen oder Brücken oder einer Implantatversorgung, bei Kiefergelenksbeschwerden, Einzelzahnwanderungen und kieferorthopädisch-kieferchirurgischen Kombinationsbehandlungen eingeleitet werden.

Unsichtbare Spange
Die Zahnstellung kann mit durchsichtigen Schienen, bei denen der Computer die Korrektur und die Anzahl Schienen berechnet, korrigiert werden.  Das ist absolut unauffällig und mit  grossem Tragkomfort verbunden. www.invisagllin.com

Bezahlt die Krankenkasse Spangen?

Hierzu gibt folgende Darstellung aus dem K-Tipp Nr. 15 vom 17. September 2003 Auskunft:

Tabelle
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